Viersen Höhenstraße

Quartier Höhenstraße, Viersen
Stadtbildplanung Dortmund GmbH,
2004

Die Wohnanlage Höhenstr. 44-50 in Viersen ist ein klassisches Beispiel der Architektur im Wohnungsbau der 60 er und 70 er Jahre.
Stigmatisiert als sozialer Brennpunkt im intakten Umfeld von Viersen Süchteln galt es für die GWG Wohnungsbaugesellschaft ein Konzept zu entwickeln, welches die 12-geschossige Wohnanlage wieder am ansässigen Wohnungsmarkt erfolgreich platziert.
Für die Umsetzung der Grundidee wurde zunächst das äußere Erscheinungsbild aufgewertet. Der umlaufenden Ziegelfassade wurde ein goldenes Band hinzugefügt. Dieses dient als städtebaulicher Horizont und soll den Maßstab der Umgebung aufnehmen. Zudem wurden zweigeschossige Eingänge installiert und alle Etagenflure und interne Verkehrswege erneuert. Das Image der neuen Eingänge und Flure sind übergroße bühnenbildhafte Bilder von Blumen, die farblich an die jeweiligen Hauseingänge angepasst wurden. Diese erzählerischen Elemente setzen sich auch in den Außenanlagen fort, wo in den Hausnahbereichen nach dem Vorbild des Garten Monets, übergroße 26 m hohe Grashalmskulpturen stehen. Die Kombination der Gestaltungselemente, Veränderung der Fassade, neuer Hauseingang und neue Zuwegungen, sowie das Identitätsmerkmal durch die Skulptur haben das Quartier in Viersen zu einer nachhaltigen und wohnungswirtschaftlich erfolgreichen Erneuerung der ehemals stigmatisierten Wohnanlage geführt.